Interventionelle Radiologie

Schwerpunkte der Klinik für Radiologie

Die Interventionelle Radiologie ist der therapeutische Zweig der Radiologie. Mit Hilfe moderner Katheterverfahren können minimal-invasive Therapien durch hochspezialisierte Interventionelle Radiologen durchgeführt werden. Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Universitätsmedizin Göttingen ist ein zertifiziertes Ausbildungszentrum der Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie. Unser Institut bietet u.a. folgende Interventionen an:

Interdisziplinäre Behandlung von Gefäßmalformationen

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie verfügt über alle interventionellen Verfahren zur Behandlung von komplexen angeborenen Gefäßmalformationen. Für die Therapieplanung bietet Herrn Prof. Dr. Müller-Wille wöchentlich eine spezielle Sprechstunde] für Patientinnen und Patienten mit Gefäßmalformationen an. Die Behandlung komplexer Erkrankungen erfolgt immer interdisziplinär. Die interdisziplinäre Abstimmung wird durch eine 1 x im Monat stattfindende VAC Konferenz gewährleistet. Weitere nützliche Informationen über die Diagnostik und Therapie von angeborenen Gefäßmalformationen finden Sie auch unter https://www.diggefa.de

Herr Dr. Müller-Wille führt eine Rekanalisation durch.

CT gesteuerte Interventionen und Therapien

Die CT gesteuerte Biopsie (Probeentnahme) hat die Punktion von abklärungsbedürftigen Organen/Gewebearten mit anschließender histologischer Untersuchung des gewonnenen Materials zum Ziel.

Die CT gesteuerte Biopsie ist ein schonendes Verfahren, bedeutet eine deutliche Verbesserung der diagnostischen Möglichkeiten ohne chirurgischen Eingriff und wird meist in örtlicher Betäubung durchgeführt. Typische Anwendungsgebiete sind unklare Raumforderungen. Der Eingriff erfolgt überwiegend in örtlicher Betäubung. Selten ist die zusätzliche Gabe von Schmerzmittel erforderlich. Komplikationen sind aufgrund der CT-Steuerung sehr selten. Zur Vorbereitung der minimalinvasiven Probeentnahmen oder Therapieverfahren erfolgt grundsätzlich ein venöser Zugang und es müssen aktuelle Gerinnungswerte vorliegen um ein mögliches Blutungsrisiko zu erkennen.

Nach der Punktion werden die Patienten für ca. vier Stunden überwacht und dann nach Hause entlassen (i.d.R. bei ambulanten Patienten). Stationäre Patienten der Universitätsmedizin Göttingen werden direkt nach der Punktion zurück auf die zuweisende Station gebracht.

Als weiteres minimal invasives Verfahren ist die Drainage und Ableitung von krankhaften Flüssigkeitsansammlungen im Körper (Abszesse, Urinome, Biliome etc.) eine wichtige Therapieoption Behandlung der Patienten. Durch diesen minimal-invasiven durchführbaren Eingriff können häufig operative Folgeeingriffe ersetzt werden. Nach computertomographischer Darstellung des Abszesses, z. B. im Brust- oder im Bauchraum, wird in örtlicher Betäubung ein Drainagekatheter in die Formation eingebracht und an der Haut mit einer Naht fixiert.

Nachaufnahme eines Touchpads zur Gerätesteuerung, welches aus hygienischen Gründen mit einer Folie bedeckt ist.

Die Mikrowellenablation (MWA) und / oder Radiofrequenzablation (RFA) sind etablierte Verfahren zur Behandlung von Tumoren und Metastasen. Diese Methoden kommen beispielsweise zur Anwendung, wenn eine Operation aufgrund der Begleitumstände zu risikoreich ist, mit einem Eingriff das Tumorgewebe nicht entfernt werden kann und / oder andere Behandlungsverfahren keinen therapeutischen Erfolg zeigten.

Ihr interventionelles Radiologie - Team informiert Sie darüber, wie Komplikationen vorgebeugt werden kann und ob besondere Maßnahmen nach der minimalinvasiven Therapie oder Biopsie notwendig sind.

Wir führen folgende CT-gesteuerte Interventionen durch:

  • Hochgeschwindigkeitsbiopsien von verdächtigem Gewebe sämtlicher Körperregionen
  • Drainagen und Ableitungen von Seromen, Abszessen, und anderen Flüssigkeitsverhalten
  • Markierung von krankhaftem Gewebe vor Operation oder Bestrahlung
  • RFA / MWA von Leber, Nieren und sonstigen Tumoren

Folgen Sie uns