Senologie

Die Radiologische Brustdiagnostik beschäftigt sich mit der bildgebenden Diagnostik der weiblichen und männlichen Brust. Die Bereichsleitung obliegt Frau OÄ PD Dr. Susanne Wienbeck, der entsprechend 1-2 Assistenzärzte/-innen in Weiterbildung unterstellt sind.

Unser Institut verfügt über alle möglichen Bildgebungsmethoden der modernen bildgebenden Mammadiagnostik. Bei allen ambulanten und stationären Patientinnen und Patienten kommen, je nach individueller Fragestellung, die folgenden bildgebenden Methoden zum Einsatz:

  • Digitale Mammographie
  • Digitale Tomosynthese (DBT)
  • Digitale Spektral-Mammographie (CESM)
  • Hochfrequente Sonographie (einschließlich Farbdoppler-Sonographie und Elastographie)
  • Magnetresonanztomographie (MRT) der Brust

Darüber hinaus können auffällige Befunde in der Brust durch die Entnahme von Gewebeproben ambulant, minimal-invasiv abgeklärt werden. Diese erfolgen als Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsien (ultraschall-gesteuert) oder als Vakuumstanzbiopsien (röntgenologisch- und MR-gesteuert).

Des Weiteren führen wir in Abstimmung mit dem Operateur präoperative Drahtmarkierung des zu operierenden Befundes mit allen uns zur Verfügung stehenden bildgebenden Methoden durch.

Die Radiologische Brustdiagnostik ist zentraler Bestandteil des zertifizierten Brustzentrums der UMG und einer von insgesamt 17 deutschlandweiten universitären Zentren im „Deutschen Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs“. Regelmäßig stattfindende Zertifizierungen des Brustzentrums der UMG dokumentieren einen hohen Standard. Des Weiteren arbeiten wir intensiv mit dem Mammographie Screening Göttingen zusammen und sind anerkannte Abklärungseinheit für durchzuführende röntgenkontrollierte Vakuumstanzbiopsien im Screening.

Die Untersuchungen

Minimal-invasive Diagnostik der Brust

Minimal-invasive Verfahren dienen der histologischen Sicherung von auffälligen Befunden in der Brust und können somit teilweise den chirurgischen Eingriff ersetzen. Eine Abklärungsdiagnostik kann hierbei durch uns mit allen bildgebenden Methoden der Brust, als ultraschall-, röntgenologisch und MR-gesteuerte Biopsien erfolgen. Der Eingriff dauert ca. 20-30 Minuten und findet ambulant unter örtlicher Betäubung statt.

Das gewonnen Material wird zur feingeweblichen Untersuchung in das Institut für Pathologie der UMG weitergeleitet. Nach ca. 2-3 Tagen liegt das histologische Ergebnis vor, an dem sich das weitere Vorgehen (Kontrolle/ operative Abklärung/ onkologisches Konzept) ausrichtet.

Des Weiteren führen wir in Abstimmung mit dem Operateur präoperative Drahtmarkierung des zu operierenden Befundes mit allen uns zur Verfügung stehenden bildgebenden Methoden durch.

Magnetresonanztomographie der Brust

Die Magnetresonanztomographie (MRT) der Brust ist eine der modernsten Untersuchungsmethoden in der diagnostischen Radiologie mit der Möglichkeit der Anfertigung einer dreidimensionalen (3D)-Bildgebung der Brust ohne Strahlenbelastung. Durch eine hohe Auflösung und einen exzellenten Gewebekontrast ist dieses Verfahren allen anderen Bildgebungsmethoden in der Diagnostik von Brustkrebsvorstufen (DCIS) sowie von kleinen invasiven Brustkrebsformen überlegen. Eine der Schwerpunkte unseres Institutes ist die MRT der Brust bei Patientinnen im Rahmen des intensivierten Früherkennungsprogramms im Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs. Des Weiteren wird dieses Verfahren derzeit bevorzugt zur präoperativen Befundabklärung, im Rahmen der Nachsorge bei Brustkrebs und zur Primärtumorsuche bei vorliegender Metastasierung eingesetzt.

Mammasonographie

Die Mammsonographie ist eine wichtige Ergänzungsuntersuchung zur Mammographie. Wesentliche Voraussetzung ist hierbei eine Untersuchung mit speziell für die Brust konzipierten hochauflösenden Schallköpfen (6-15 MHz). Sie erlaubt hiermit eine Darstellung und Differenzierung von zystischen und soliden Herdbefunden in der Brust.

Digitale Spektral-Mammographie

Die digitale Spektral-Mammographie (CESM) soll den Limitationen der konventionellen Mammographie insbesondere bei Patientinnen mit dichtem Brustdrüsengewebe begegnen. Die Verbesserung der Aussagekraft der digitalen Mammographie wird hierbei durch Applikation eines jodhaltigen Kontrastmittels über eine Armvene unmittelbar vor der Untersuchung erreicht. Nach ca. 2-3 Min. nach intravenöser Gabe des Kontrastmittels werden hierbei von jeder Brust 2 Aufnahmen mit 2 unterschiedlichen Energiespektren angefertigt. Bösartige Tumoren zeigen hierbei eine typische Mehrdurchblutung, die innerhalb des Brustdrüsengewebes sichtbar gemacht werden kann.

Digitale Tomosynthese

Die digitale Tomosynthese (DBT) ist ein modernes Verfahren zur Brustkrebsdiagnostik. Hierbei erzeugt sie im Vergleich zur digitalen Mammographie eine Serie von Schichtaufnahmen. Die Röntgenröhre wird während der nur wenige Sekunden dauernden Untersuchung in einem Winkel von 15 Grad über die Brust bewegt. Dadurch sollen bei Patientinnen mit dichtem Drüsengewebe Überlagerungen von Gewebestrukturen ausgeblendet und das Brustdrüsengewebe besser beurteilt werden.

Digitale Mammographie

Die digitale Mammographie ist eine Methode zur Früherkennung von Brustkrebsvorstufen (duktales Carcinoma in situ; DCIS) und des Brustkrebses (Mammakarzinom). Des Weiteren wird die Methode zur prätherapeutischen Diagnostik und zur Nachsorge eingesetzt. Hierzu kommen spezielle Röntgengeräte zum Einsatz, wobei jede Brust aus zwei unterschiedlichen Richtungen aufgenommen wird. Während der Röntgenaufnahme wird die Brust moderat komprimiert. Dies ist notwendig, um die Strahlendosis gering zu halten und die zu untersuchende Brustregion bestmöglich abzubilden.

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