Herz- und Gefäßbildgebung

Schwerpunkt der Klinik für Radiologie

Magnetresonanztomographie des Herzens: Kardio-MRT

Die Magnetresonanztomographie ist eine röntgenstrahlenfreie nicht invasive Methode, die die wesentlichen pathomorphologischen Veränderungen des Herzens und der großen thorakalen Gefäße darstellt. Speziell können dabei am Herzen exakt die Funktion aller Herzkammern, die Perfusion, die Morphologie, die Klappenfunktion aller Herzklappen sowie anatomische Varianten untersucht werden.

Für die Untersuchung stehen zwei 1.5 T Geräte und für Studien- und Forschungszwecke ein 3.0 T MRT zur Verfügung. Als Vorbereitung für die intravenöse Kontrastmittelgabe benötigen alle Patienten/innen einen aktuellen Nierenwert (Serumkreatinin), für die Ischämiediagnostik informiert Sie das Kardio-MRT-Team (bitte hier Weiterleitung auf den Vorbereitungsbogen und auf Ansprechpartner des Teams: prof. Ritter; Prof. Unterberg; terminvergabe; MTA Scanner Symphony und Skyra). Die MRT-Untersuchungen sind ambulant, dauern zwischen 30 bis 60 min, eine Nachsorge ist nicht erforderlich. Bei Platzangst erfolgt eine leichte Sedierung: die Teilnahme am Straßenverkehr ist dann nicht mehr dann für 24 h nicht möglich.

Patienten mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren können größtenteils auch untersucht werden: nach vorheriger Absprache von Indikation, Gerätetyp inklusive Sonden und Vorgeschichte mit dem Kardio-Team muss die Untersuchung interdisziplinär im Herzzentrum geplant werden, was durch unser Kardio-Team erfolgt. Patienten mit metallischen Implantaten, Knochen- und Gelenkimplantaten neuern Datums können meist untersucht werden. Ebenso neuere Herzklappen oder Koronarstents.

Unser Zentrum ist zertifizierte Ausbildungsstätte  (SCMR level III; DGK). 

Ärztin betrachtet am Monitor MRT-Bilder.

Klinische Anwendungsgebiete

Die wichtigsten klinischen Anwendungsgebiete (siehe auch: Role of cardiovascular magnetic resonance in the guidelines of the European Society of Cardiology; von Knobelsdorff-Brenkenhoff F, Schulz-Menger,J.; JCMR 2016; 18:6) werden sämtlich in unserer Klinik durchgeführt:

KHK/Angina pectoris:

  • Ischämiediagnostik (Perfusion) zur Frage invasive Diagnostik und Revaskularisation
  • Akutes Koronarsyndrom mit/ohne Koronarstenosen: Ausmaß Narbenbildung/Prognoseabschätzung

Akute Myokarditis, entzündliche Herzerkrankungen bei rheumatologischen Erkrankungen

Herzinsuffizienz:

  • Ursachenklärung: ischämisch vs nicht-ischämisch
  • Narbenausdehnung         
  • Strukturelle Veränderungen
  • Funktion aller Kammern und Vorkammern
  • Risikostratifizierung und Richtungsweisung für die Therapie       

Alle Kardiomyopathien: Ursachenklärung, Prognoseabschätzung und Therapieunterstützung bei sämtlichen primären und sekundären Kardiomyopathien.        

Perikarderkrankungen          

Raumforderungen: Thromben und Tumore       

Herzklappenerkrankungen: Morphologie und Funktion aller Klappenerkrankungen

Sämtliche kongenitale Herzerkrankungen zur Diagnostik, Funktions- und Verlaufsbeurteilung (Link zur Kinderkardiologie)

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