Röntgen

Röntgenthorax

Zur Beurteilung der wenig röntgendichten Organe des Brustkorbs kommt harte Strahlung zum Einsatz. Durch diese Art der Strahlung erscheinen die knöchernen Strukturen glasig, was einen Blick hinter Rippen und Brustbein und somit auf Lunge und Herz erlaubt. Die gängige Aufnahmetechnik stellt hierbei die Aufnahme in 2 Ebenen dar. Namentlich mit einem Strahlengang  von hinten nach vorne sowie einem weiteren von der Seite. Die erste Aufnahme des Brustkorbs erfolgt deshalb von hinten nach vorne um Strukturen wie das Herz so realitätsgetreu wie möglich abzubilden.

Herr Funke positioniert ein Röntgengerät über einer Patientin.

Skelett

Zur Beurteilung der stark röntgendichten knöchernen Strukturen kommt weiche Strahlung zum Einsatz. Diese erlaubt eine exakte Aussage über die Oberflächenbeschaffenheit von Knochen. Diese Aufnahmetechnik kommt besonders häufig bei der Diagnostik knöcherner Verletzungen, wie beispielsweise von Frakturen, zum Einsatz. Ähnlich wie beim Röntgenthorax werden auch hier 2 Ebenen untersucht um den Knochen in mehr als einem Blickwinkel zu betrachten und wichtige Befunde, die in einer ersten Ebene überlagert wurden, zu erheben. Anders als beim Röntgenthorax wird der erste Strahlengang hier von vorne nach hinten gewählt, um den Knochen so genau wie möglich abzubilden

Abdomen 

Zur Beurteilung der wenig röntgendichten Organe des Bauchraums kommt harte Strahlung zum Einsatz. Ähnlich wie beim Röntgenthorax steht auch hier die Beurteilung knöcherner Strukturen im Hintergrund und die Befundung erfolgt fokussiert auf das Weichgewebe. Die Abdomenaufnahme wird insbesondere zur Detektion freier Luft bzw. von stehenden Darmschlingen mit charakteristischen Luft-Flüssigkeitsspiegeln als Hinweis auf eine Passagestörung erstellt. Da das durchstrahlte Körpervolumen  hier vergleichsweise recht groß ist und eine zweite Ebene nur in Ausnahmefällen einen diagnostischen Zugewinn bietet, wird auf die Aufnahme einer zweiten Ebene in der Regel verzichtet. Der Strahlengang geht hier von vorne nach hinten. Die Abdomenaufnahme erfolgt im Stehen oder in Linksseitenlage.

Achsenaufnahmen der Beine im Stehen

Zur Diagnostik, Analyse und Verlaufsbeurteilung von Achsfehlstellungen oder Differenzen der Beinlängen ist die sogenannte Ganzbeinaufnahme ein etabliertes Verfahren. Diese Aufnahme liefert dabei wichtige ergänzende Informationen zur initialen klinischen Untersuchung. Insbesondere vor operativen Eingriffen mit dem Ziel einer Beinachsenkorrektur (Umstellungsosteotomie) oder vor der Implantation einer Hüft- oder Knie-Totalendoprothese ist es von größter Bedeutung, einen detaillierten Überblick über die Achsenverhältnisse der Beine zu erhalten. In diesem Rahmen findet eine enge Zusammenarbeit mit den Kollegen der Unfallchirurgie und Orthopädie statt.

Die Ganzbeinaufnahme wird im a.-p. (anterior-posterior) Strahlengang angefertigt. Als wichtigstes Qualitätsmerkmal gilt hierbei die zentrierte Stellung der Patella zwischen den Femurkondylen.

Ganzwirbelsäulenaufnahme im Stehen

Zur Diagnostik von Wirbelsäulendeformitäten und Degenerationen ist die Ganzwirbelsäulenaufnahme ein etabliertes Verfahren. Diese Aufnahmetechnik liefert insbesondere wichtige und schnell verfügbare Informationen über die knöchern-anatomischen Verhältnisse der gesamten Wirbelsäulen, zum einen im Rahmen der initialen Diagnose, zum Anderen zur Verlaufskontrolle und Evaluation chirurgischer Eingriffe. Des Weiteren kann mit Hilfe einer sogenannten Bending-Aufnahme die Wirbelsäulenflexibilität bei Patienten mit idiopathischer oder kongenitaler Skoliose beurteilt werden. In diesem Rahmen findet eine enge Zusammenarbeit mit den Kollegen der (Kinder-) Orthopädie statt.

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