Knochendichtemessung

Unter der Osteoporose (Synonym: Knochenschwund) versteht man eine Erkrankung des Skeletts, bei der es durch eine systemische Knochendichteabnahme zu einer erhöhten Frakturgefährdung kommt. Die Osteoporose verläuft lange Zeit asymptomatisch und macht sich zumeist erst als Insuffizienzfraktur im Rahmen eines Bagatelltraumas bemerkbar.

Eine frühzeitige Osteoporosediagnostik ist somit für Risikopatienten (z. B. bei Immobilisation; einer Langzeittherapie mit Kortikosteroiden oder Osteoprose-assoziierten Erkrankungen) von größter Bedeutung, um eine adäquate Therapie und somit eine Prävention von Insuffizienzfrakturen zu ermöglichen.

Junger Arzt informiert eine Patientin über die Möglichkeiten einer Knochendichtemessung.

Eine entscheidende Rolle in der Osteoporosediagnostik spielt die Osteodensitometrie (Knochendichtemessung, DXA). Hierbei wird mit geringster Strahlenbelastung die Knochenmineraldichte pro Fläche an der Lendenwirbelsäule ermittelt. Da die Messung der LWS aufgrund potentieller degenerativer Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule (Kalifikationen, osteophytäre Anbauren etc.) in einigen Fällen nur begrenzt beurteilbar ist, wird eine zusätzliche Messung am proximalen Femur durchgeführt. Auf Grundlage der Ergebnisse einer solchen Knochendichtemessung wurde von der WHO eine einheitliche Definition der Osteoporose eingeführt. Hierbei wird die gemessen Knochendichte mit dem Mittelwert einer jungen, gesunden Standardkohorte verglichen. Liegt die Knochendichte mehr als 2,5 Standardabweichungen unterhalb dieses Mittelwerts, besteht per WHO-Definition eine Osteoporose. Diese ermittelte Standardabweichung wird als T-Score bezeichnet und korreliert am stärksten mit der Frakturgefährdung. Nach WHO-Definition spricht man bei einem T-Score zwischen -1,0 und -2,5 SD von einer Osteopenie, ein T-Score von über -1,0 SD wird als normal angesehen.

Bei der Überweisung eines Patienten zur Knochendichtemessung sollte sichergestellt werden, dass alle relevanten Patienteninformationen für eine adäquate Durchführung und Beurteilung der Knochendichtemessung vorliegen, hierzu zählen insbesondere die Vorerkrankungen, ein aktueller Medikamentenplan sowie Informationen über etwaiges Fremdmaterial (z. B. Hüft-TEP, Wirbelsäulenstabilisierung).

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